Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von SCI4climate.NRW erarbeiten gemeinsam mit dem Team der IN4climate.NRW-Geschäftsstelle sowie Industrievertreter*innen die Publikationen der Initiative IN4climate.NRW.
Die vorliegende Analyse beleuchtet die Herausforderungen, Chancen und Strategien von Industrieunternehmen, insbesondere aus der Chemiebranche Nordrhein-Westfalens, bei der Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)
Nur ein kleiner Teil der Deutschen lehnt den Umbau der Industrie in Richtung Klimaneutralität ab, zeigt eine deutschlandweite Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) – auch wenn er in der direkten Wohnumgebung stattfindet. Wenn transparent über lokal anstehende Maßnahmen informiert wird, steigt die Zustimmung.
Das Ziel dieser Kurzanalyse ist es, die relevanten Einflussfaktoren der industriellen Transformation auf die zukünftigen industriellen Abwärmepotenziale zu identifizieren, zu systematisieren und ihre Auswirkungen qualitativ zu beschreiben.
Das Ziel der bereits angelaufenen Transformation der deutschen Stahlindustrie ist es, bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen fossile CO2-Emissionen vollständig vermieden werden. Während die Sekundär-Stahlerzeugung im EAF mit steigendem Anteil an „grünem“ Strom aus erneuerbaren Quellen „automatisch“ sukzessive klimaneutraler wird, bedarf es bei der Primär- Stahlerzeugung zur Erreichung der Klimaneutralität eines Technologieumbruches. In erster Linie soll bei den zukünftigen Prozessen fossiler Kohlenstoff vollständig durch klimaneutrale, alternative Reduktionsmittel oder Energieträger substituiert werden.
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Diese Folien sind Teil eines Vortrags, der Ende Oktober 2025 auf der internationalen wissenschaftlichen Konferenz „Industrial Decarbonization and Hydrogen: The Politics and Economics of Sustainable Structural Transformation“ in Potsdam gehalten wurde. Die Folien fassen die Zwischenergebnisse einer laufenden Untersuchung zusammen, die in Zusammenarbeit zwischen Forschenden des Projekts SCI4climate.NRW und des Projekts Ariadne durchgeführt wird. Ziel der Untersuchung ist es, den aktuellen Wissensstand zum Thema „Renewables Pull“ durch eine systematische Auswertung der verfügbaren begutachteten wissenschaftlichen Literatur zusammenzufassen.
Der vorliegende Foliensatz vergleicht fünf ausgewählte aktuelle Klimaschutzszenarien für Deutschland aus vier verschiedenen Studien in Hinblick auf zentrale Entwicklungen im Energiesystem bis zum Jahr 2045. Die fünf Szenarien sind zwischen November 2023 und März 2025 erschienen und beschreiben unterschiedliche Pfade, wie Klimaneutralität in Deutschland bis zum Jahr 2045 erreicht werden könnte. Die Gegenüberstellung der Szenarien soll aufzeigen, in welchen Bereichen die Studien auf dem Weg zur Klimaneutralität ähnliche Entwicklungen vorsehen und in welchen Bereichen es derzeit noch deutlich abweichende Vorstellungen über die genaue Ausgestaltung der Energiesystemtransformation gibt.
Die Keynote von Katja Witte konzentrierte sich auf die wesentliche Rolle der gesellschaftlichen Unterstützung bei der industriellen Transformation. Sie betonte, dass nicht die Technologie, sondern die Menschen den Wandel vorantreiben – die industrielle Transformation ist nur dann erfolgreich, wenn sie vollständig in umfassendere Prozesse des nachhaltigen Strukturwandels integriert ist.
Die Dekarbonisierung treibt den Strukturwandel auf dem deutschen Arbeitsmarkt voran, hatte sich aber von 2014 bis 2019 noch nicht spürbar auf die Löhne der besonders betroffenen Beschäftigten ausgewirkt. Obwohl deren durchschnittliche Tagesentgelte initial niedriger waren, verbesserte sich die Lohnsituation für exponierte Arbeitskräfte, die nach über 60 Tagen Arbeitslosigkeit den Betrieb wechselten, im Vergleich zu ähnlich betroffenen, nicht exponierten Arbeitnehmern. Diese Entwicklung führte sogar zu einer Verringerung der Lohnlücke. Insgesamt liefert die Dekarbonisierung für diesen Zeitraum noch keinen signifikanten Erklärungsbeitrag für Lohnunterschiede zwischen den Gruppen.